Donnerstag, 29. November 2007

Die Nachricht von Karls angeblichen Tod

Der alte Moor und Amalia unterhalten sich über Karl. Der verkleidete Hermann überbringt ihnen und Franz die Nachricht von Karls angeblichen Tod. Amalia will ihm zunächst keinen Glauben schenken, doch dann zeigt Hermann ihnen ein Foto Amaliens, welches Karl bei sich gehabt haben soll, und sein Schwert mit der blutigen Aufschrift: "Franz, verlass meine Amalia nicht". Der alte Moor macht sich so große Vorwürfe, dass er kurze Zeit später, und nachdem ihm Amalia aus der Bibel vorgelesen hat, verstirbt. Amalia ist verzweifelt und Franz, der scheinbar sein Ziel erreicht hat, freut sich.
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> Wie wird es weitergehen?
> Wird Amalia Karls vermeintlich letztem Willen nachgeben?
> Erfährt sie die Wahrheit? Wenn ja, wie reagiert sie?

Mittwoch, 28. November 2007

"Ist das der Michael?" - mögliche Rollenbesetzungen für das Drama

Diese Frau passt meiner Meinung nach zur Rolle der Amalia. Sie sieht nachdenklich und etwas traurig aus, so wie sich Amalia wohl bei der Nachricht von Karls Tod fühlt. Sie hat auch etwas Entschlossenes im Blick, so wie ich mir die Amalia vorstelle, die sich nicht von Franz einreden lässt, dass Karl ein schlechter Mensch sei.




Diesen Mann habe ich für die Rolle des alten Moor ausgewählt. Er ist alt :-) und man sieht ihm an, dass er einiges durchgemacht hat. Trotzdem srtahlt er ein gewisse Würde aus. Er sieht aus wie ein Vater, der sich um seine Söhne sorgt.



Diesem Mann würde ich die Rolle des Spiegelberg geben, da er aussieht, als hätte er einige Lebenserfahrung und als ob er wüsste, was er erreichen möchte. Er sieht aus wie jemand, der Leute überzeugen und eine Räuberbande anführenkann(was Spiegelberg ja wollte).

Freitag, 23. November 2007

Franzens nächste List

Franz möchte Herr über das Moorische Schloss werden. Nachdem sein Bruder Karl so gut wie enterbt ist, gilt es nur noch den alten Moor aus dem Weg zu räumen. Da Franz nicht auf den Tod der kränklichen Vaters warten möchte, entwickelt er den Plan, seinem Vater die Nachricht von Karls Tod überbringen zu lassen, damit ihn Trauer, Schreck und Selbstvorwürfe umbringen. Hierfür spannt er Herman ein, dem er Karls Geliebte Amalia verspricht, welche ihm einst von Karl "weggefischt" wurde.
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> Wird es Franz gelingen, den alten Moor zu töten?
> Wenn ja, wie wird Karl reagieren?
> Wie wird Amalia reagieren un welche Rolle spielt sie in der Sache?

Donnerstag, 22. November 2007

Das Wort-Duell

Auffälligkeiten...

Zunächst ist mir aufgefallen, dass in Schillers Räuber wesentlich mehr Frage - und Ausrufezeichen vorkommen als in Kleists Kohlhaas. Dies lässt sich damit erklären, dass "Die Räuber" ein Drama ist und "Michael Kohlhaas" eine Novelle, in welcher weniger wörtliche bzw. indirekte Rede vorkommt.
Dann ist mir die Häufigkeit der Worte "Vater", "Bruder" und "Sohn" im Drama ins Auge gesprungen. Dies hängt wohl mit der Thematik zusammen, es geht viel um Familiäre Konflikte, während es in der Novelle, in welcher das Wort " "Fürst" häufig vorkommt, um politisch gesellschaftliche Konflikte geht.
Die auffällige Häufigkeit der Worte "Herz", "Mut", "Liebe" in Schillers "Räuber" deuten auf die Emotionalität des Dramas hin.
Die Worte "Recht" und "gerecht" kommen in beiden Werken etwa gleich oft vor, demnach gibt es hier eine Parallele in der Thematik.

Karls Geliebte

Franz unterhält sich im Moorischen Schloss mit Amalia (Karls Geliebte) über Karl. Franz versucht Amalia davon zu überzeugen, dass Karl ein schlechter Mensch ist und sie nicht liebt. Er erklärt ihr, dass er selbst viel besser zu ihr passen würde. Amalia schenkt Franz jedoch keinen Glauben und hält zu Karl. Schließlich schickt sie ihn weg.

Was hat Franz vor? Geht es ihm um Macht und Reichtum, um seinen Neid auf Karl, oder um Amalia - oder alles zusammen?
Seine Strategie scheint zu sein, alle "Stützen" Karls von ihm zu distanzieren, sodass Karl nicht nach Hause kehren Kann oder will.
Wird ihm dies gelingen?

Die Gründung der Räuberbande

Karl von Moor und Spiegelberg sitzen in einer Schenke und unterhalten sich. Karl trauert den alten Zeiten nach, in denen noch große Taten vollbracht wurden, während Spiegelberg ihm von seinen glorreichen - räuberischen - Plänen vorschwärmt und ihn von diesen zu überzeugen versucht. Karl ist davon nicht begeistert, denn er hofft auf eine Versöhnung mit seinem Vater. Doch statt der erhofften Vergebung erhält Karl den von Franz im Namen des Vaters geschriebenen Brief.
Spiegelberg erzählt nun auch den hinzugekommenen Libertinern von seinem Plan, eine Räuberbande zu gründen, um die akute Geldnot zu beheben. Schließlich stimmen alle diesem Plan zu und der über den brief aufgebrachte Karl wird zum Hauptmann gewählt, worüber sich Spiegelberg ärgert, da er diesen Posten für sich gedacht hatte.

Die Vorwürfe, welche Franz Karl wegen seines ausschweifenden Lebensstils macht, scheinen in gewissem Maße der Wahrheit zu entsprechen, wobei Franz das ganze dramatisiert hatte, um seinen vater zu beeinflussen. Karl wollte diesen Lebensstil jedoch aufgeben und sich mit seinem Vater versöhnen. Dieses Vorhaben vereitelt Franz durch seinen Brief , indem er Karl einen Grund gibt, sich der Räuberbande anzuschließen.

> Welche neuen/alten Konflikte werden sich aus der Tatsache, dass Karl Hauptmann einer Räuberbande ist, ergeben? Wird es doch noch zu einer Aussöhnung mit dem Vater kommen?

> Wird Spiegelberg Karl als Hauptmann akzeptieren, oder wird er versuchen, selbst Hauptmann zu werden?

Mittwoch, 14. November 2007

Der gefälschte Brief

In der ersten Szene des ersten Aktes erhält der alte Moor einen Brief, in welchem der ausschweifende und Schande über die Familie bringende Lebensstil seines Sohnes Karl beschrieben wird. Dieser Brief ist allerdings eine hinterhältige List des anderen Sohnes, Franz, welcher seinen Vater gegen den älteren Bruder aufzuhetzen versucht. Durch geschickte Reden bringt Franz seinen Vater, welcher zunächst noch Bedenken hatte, dazu, sich mittels eines Briefes von Karl zu distanzieren.
Nachdem der alte Moor schlafen gegangen ist, erläutert Franz seine Absichten und Gründe: Er fühlt sich als Zweitgeborener ungeliebt und von natur aus benachteiligt. Dies möchte er ändern, indem er "alles um sich herum ausrottet".

> Ich komme mit dem Lesen des Dramas gut zurecht und bin neugierig auf die weitere Handlung.

> Zu den Charakteren....
Franz erscheint mir hinterlistig, egoistisch, gefühllos, machtgierig und skrupellos, vorallem aber neidisch auf seinen Bruder zu sein. Er schreckt nicht davor zurück, seinen Vater zu hintergehen und ihm seelische Schmerzen zuzufügen; er hofft sogar darauf, dass sein Vater an diesen Schmerzen zugrunde geht. Er fühlt sich von natur aus benachteiligt und zudem ungeliebt.
Der alte Moor hingegen erscheint sehr gefühlsbetont, er liebt seinen Sohn Karl und möchte ihm helfen, nimmt sogar die Schuld für dessen Verhalten auf sich. Auf der anderen Seite ist ihm die Ehre seiner Familie sehr wichtig. Er ist sehr gutgläubig und denkt gar nicht daran, dass Franz ihm etwas vorlügen könnte.
Karl kann ich noch nicht einschätzen, da die Aussage von Franz frei erfunden sein könnte, aber genauso gut, zumindest teilweise, der Wahrheit entsprechen könnte.

Donnerstag, 8. November 2007

Der Beruf Räuber


Räuber
- als Helden mit Schlapphut und Pistole, die den Armen gaben, was sie Reichen nahmen, sind uns allen bekannt. In unserer Vorstellung führten sie ein wildromantisches Leben, in Freiheit und nur dem eigenen Gewissen verpflichtet. Schriftsteller wie Friedrich Schiller oder Carl Zuckmayer haben dem Berufsstand der Räuber überdies alle Ehre gemacht: als freiheitsdurstige Rebellen gegen das Gesetz. Doch wie war das Leben der Räuber um 1800 wirklich? Tatsächlich so romantisch, mit Nachtquartier im Freien und so?

Wie wurde man Räuber?
Begriffe wie "Räuberhöhle", "Räuberbraut", Räuberehre" oder "Räuberhauptmann" sind Überbleibsel aus einer Zeit, als das Räuberleben geradezu einem eigenen Handwerk glich, das es mühsam zu erlernen galt. Woher die Gesellen dieser "Räuberzunft" kamen? Nach Ansicht der damaligen Untersuchungsrichter und Gendarmen waren es Männer und Frauen aus der "untersten Klasse der menschlichen Gesellschaft", aus der Schicht der Heimatlosen und Fahrenden. "Auf die Straße" kam man jedoch schnell: Als Kriegsversehrter oder Deserteur, als verschuldeter Bauer, Waise oder Taubstummer - um 1800 lebten in den deutschen Staaten zwischen 10 und 15 Prozent der Bevölkerung ohne festen Wohnsitz. Neben Minderheiten wie den Sinti und Roma zählten dazu auch die, die kraft ihres Berufes von der dörflichen Gemeinschaft ausgeschlossen waren: die Scherenschleifer, Korbflechter, Artisten oder Musikanten. Das Umherziehen war die einzige Möglichkeit ihrer Existenz. Bei festem Wohnsitz hätten sie Abgaben, Wach- und Frondienste zu leisten oder Miete zu zahlen gehabt. Die meisten von ihnen waren mit ihrer ganzen Familie auf Wanderschaft; das führte wiederum dazu, dass viele Kinder keine Gelegenheit bekamen, wieder sesshaft zu werden oder ein ordentliches Handwerk zu erlernen - ein Teufelskreis. "Kriminell" wurden die meisten Räuber und Gauner also nicht aus Vergnügen...

Die Räuberausbildung
Viele Räuber und Gauner entwickelten im Laufe der Zeit spezielle Tricks, die dem "beruflichen" Fort- und Weiterkommen dienen sollten. So gewöhnten viele Räubereltern ihre Kinder an das Ertragen von Schmerzen, damit sie Peitschenhiebe oder Daumenschrauben aushalten konnten und nicht petzten. Ebenfalls früh erlernten die Kleinen, wie sie für Ablenkung sorgen konnten, wenn ihre Mütter oder Geschwister auf dem Markt oder im Laden "einkauften", sprich Waren oder Geldbörsen in den diversen Röcken oder Ärmeln verschwinden ließen.

Das "echte" Rauben war jedoch Sache der Männer, es wurde - wie ein Handwerk - richtig erlernt und betrieben. Dabei herrschte in den großen Räuberbanden eine streng hierarchische Rangfolge: vom "Hauptmann" über die Veteranen bis zu den "Jungens". Ebenso fest in der Gruppe waren bestimmte Aufgaben verteilt: Einer war zum "Ausbaldowern" (Auskundschaften) bestimmt, einer zum "Schmiere-Stehen", ein anderer wurde "Schränker" (der, der einbricht) usw. Für jeden Raubzug wurde dabei ein Anführer neu gewählt, meist der, der das auszuraubende Objekt am besten kannte. Am Tatort selbst wurde die Beute von den "Jungens" schnellstmöglich weggeschafft, manchmal auch nur versteckt und später geholt.

Zu den Überlebenstricks der Räuber gehörte auch, sich gleichsam unsichtbar aus Gefängnistürmen befreien zu können: Von Damian Hessel, einem der bekanntesten Räuber um 1800 in Südwestdeutschland, hört man folgende Empfehlung: Man nehme eine kleine Feile und ein Goldstück, knete beides in ein Wachsei ein und lasse dieses unauffällig in einer Körperöffnung verschwinden. Bei Bedarf im Gefängnis "gelegt" und "gepellt", kommt der Inhalt zum Einsatz: der Goldtaler zur Bestechung der Wächter und - falls der Beamte dann doch wider Erwarten stur ist - auch die Feile.

Räubermoral
Räuber und Gauner haben nicht selten ihre eigenen Moralvorstellungen entwickelt. Sie nahmen sich, was sie brauchten: hier ein Ei, dort ein Huhn. Sie fühlten sich dazu berechtigt, schließlich mussten sie ja auch überleben. Dabei wurde natürlich feinsäuberlich zwischen "arm" und "reich" unterschieden: Die kleinen Leute - die den Räubern schon mal ein Winterquartier oder ihren schwangeren Frauen ein Lager boten - wurden meist verschont, überdies war bei ihnen sowieso nicht viel zu holen. Ganz anders aber die Reichen: Sie - so die Räuber - seien die eigentlichen Verursacher ihrer Not, sie hätten nämlich ihren Reichtum auf Kosten anderer erworben. Daher waren besonders wohlhabende Kaufleute oder Handelsjuden ein beliebtes Opfer der Räuber. Letzteren haftete überdies der jahrhundertealte Makel an, mit ihren Zinsforderungen arme Bauern an den Rand des Ruins getrieben zu haben.

So mancher Räuber aber ging mit der Zeit und wandte sich attraktiveren Geldquellen zu: Postkutschen und Geldtransporten aller Art. Sie zu überfallen, brachte nicht nur viel Geld, sondern auch einen Namen - beides auf einen Schlag.

(Ermengard Hlawitschka-Roth)

Räuber heute

Schulklasse überfallen - Schüler überwältigen Räuber

am 07.02.2007 von strafblog

Mit zwei Schreckschusspistolen in der Hand haben zwei Jugendliche in Bielefeld gestern eine Schulklasse in der Sporthalle ihrer Schule überfallen, um diese auszurauben. Die 16 und 17 Jahre alten Täter zwangen die Schüler und die Lehrerin zunächst dazu, sich auf den Boden zu legen. Dann wollten sie deren Wertsachen einsammeln. Das wiederum ließen sich die Schüler nicht gefallen. Sie wehrten sich und überwältigten die Räuber. Einer von ihnen konnte noch flüchten, wurde aber später von der Polizei festgenommen. Beide sollen heute dem Haftrichter vorgeführt werden. Verletzt wurde bei dem Überfall niemand, schreibt die netzeitung.